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Jost Bürgi

Jost Bürgi wurde am 28. Februar 1552 in Lichtensteig geboren. Er stammte aus einer alteingesessenen, angesehenen Lichtensteiger-Familie.

Der Knabe Jost wird die damals noch recht bescheidenen Bildungsgelegenheiten in seiner Vaterstadt Lichtensteig benützt haben. Eltern und Mitbürger hatten wohl schon früh sein technisches Talent bemerkt, und so durfte er den Uhrenmacherberuf erlernen. Durch eigene Anstrengungen hat er es in der Folge vom tüchtigen Handwerksmann zum Gelehrten und Künstler gebracht.

1579 wurde er vom Landgrafen Wilhelm IV. von Hessen als Hofuhrmacher angestellt. Er wohnte in der Landeshauptstadt Kassel, die seine zweite Heimat wurde. Hier hatte er alle Uhren des Hofes zu beaufsichtigen, instandzuhalten und neue Uhrwerke für Stunden, Minuten und Sekunden zu schaffen.

Zwei der von ihm erstellten Uhrwerke sind heute noch im hessischen Landesmuseum und eines im ehemaligen Hofmuseum von Wien zu sehen. Am hessischen Hof half Bürgi auch bei der Errichtung einer Sternwarte mit.

Aus dieser Zeit stammen grosse, von ihm für die Beobachtung der Sterne geschaffene Himmelsgloben. Drei davon können heute noch im Museum von Kassel besichtigt werden. (Zahlreiche Abbildungen von Jost Bürgi und seinen Werken finden wir im Toggenburgischen Heimatmuseum Lichtensteig).

Für die Sternforscher (Astronomen) stellte Jost Bürgi astronomische Messgeräte (Quadranten, Sextanten) her. 1592 überbrachte der berühmt gewordene Lichtensteiger Uhrenmacher und Astronom dem damaligen deutschen Kaiser Rudolf II. in seiner Residenzstadt Prag ein Planetarium (Himmelsglobus mit den Bahnen der zu jener Zeit schon bekannten Planeten).

Der Kaiser übergab ihm als Geschenk seiner Gnaden 300 Taler und forderte Bürgi auf, in seinen Dienst zu treten. Doch der berühmt gewordene Gelehrte wollte seinen bisherigen Herrn nicht verlassen und kehrte für volle 10 Jahre an den hessischen Hof zurück. 1603 siedelte er nach Prag um.

In dieser Stadt fesselten ihn Freundschaft und Zusammenarbeit mit dem grössten Astronomen jener Zeit, dem Sternforscher Johannes Kepler. Kepler prophezeite einmal, Jost Bürgi werde als Uhrmacher und Mathematiker wohl einst so berühmt werden, wie Albrecht Dürer es als Maler geworden ist. Als Mitarbeiter Keplers widmete sich der Lichtensteiger Gelehrte nun vor allem den Berechnungsgrundlagen für die Astronomie.

Um zeitraubende Rechnungen zu vereinfachen, dachte er sich das System der sogenannten Logarithmen aus.

Schweizerische Physikalische Gesellschaft

Quelle: www.lichtensteig.ch / Bild: wikipedia

 

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