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Der '1. August'

Was den AmerikanerInnen der 4. Juli und den Franzosen der 14. Juli, ist den SchweizerInnen der 1. August.

Die Idee, das Jahr 1291 als Gründungsjahr der Eidgenossenschaft und den 1. August als Bundesfeiertag festzulegen, geht auf die Initiative der Berner zurück. In Bern wollte man 1891 das 700-jährige Bestehen der Stadt feiern. Die Verbindung mit einer 600-Jahr-Feier der Eidgenossenschaft kam da sehr gelegen.

Im Bericht, den das Departement des Innern am 21. November 1889 zuhanden des Bundesrates verfasste, ist denn auch tatsächlich eine zweitägige Feier in Bern und nicht etwa in der Innerschweiz vorgesehen. Mit dem Bundesbrief von 1291, der das Verteidigungsabkommen zwischen den drei Urkantonen festhielt, hatte man jedoch ein Dokument gewählt, das nicht unumstritten war.

Historiker zählten schon im 19. Jahrhundert für den Zeitraum von 1251 bis 1386 - 82 Dokumente, mit denen ähnliche Bünde besiegelt wurden. Namentlich der Bund zu Brunnen von 1315 galt vielen als Gründungsakt der Eidgenossenschaft, wenn man denn nicht überhaupt von einer schrittweisen Entstehung der Eidgenossenschaft ausging.

Ein wichtiger Ort ist am 1. August die Rütliwiese oberhalb des Vierwaldstättersee, wo sich im Jahre 1291 Vertreter der drei Kantone Uri, Schwyz und Unterwalden versammelt und sich geschworen hatten, mit vereinten Kräften gegen Bedrohungen durch allfällige Eindringlinge zu wehren (Rütlischwur).

Der Rütlischwur gilt als Gründungsakt der schweizerischen Eidgenossenschaft.

Der offizielle Teil der 1. August-Feierlichkeiten findet bis heute auf der Rütliwiese statt, wo der/die Präsident/-in der Schweizer Regierung jedes Jahr eine Rede zum Nationalfeiertag hält.

Bild: www.arosa.ch

Doch nicht nur auf der historischen Rütliwiese ist eine Rede zu hören: im ganzen Land halten eine Vielzahl von PolitikerInnen und anderen Persönlichkeiten Ansprachen zum Nationalfeiertag.

Viele Kinder und Erwachsene freuen sich am 1. August jedoch vor allem über die Feuerwerke, Lampions und Höhenfeuer, die ebenso zum Nationalfeiertag gehören wie die Ansprachen. Erst seit 1994 ist dieser Tag in der ganzen Schweiz offiziell ein arbeitsfreier Tag.

Die Höhenfeuer haben in der Schweiz eine lange Tradition. Sie dienten unter anderem dazu, die Bevölkerung vor Gefahren zu warnen.

Laut einer Legende hatten die Höhenfeuer manchmal auch eine abschreckende Wirkung: so sollen "barbarische Eindringlinge" den Rückzug angetreten haben, nachdem sie die im Genfer- und Bielersee reflektierenden Höhenfeuer gesehen hatten und dachten, sie seien am Ende der Welt angelangt und würden nun direkt in den Himmel reiten.

   
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