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Revolution 1798
Die Helvetik zählt zu den dramatischsten Phasen der Schweizer Geschichte, die das Land vor eine gewaltige Zerreissprobe stellte und nachhaltig veränderte.
Wie in vielen Teilen Europas machte die Revolution auch vor der Eidgenossenschaft nicht Halt. Der Ruf nach Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit wurde immer lauter und führte zu landesweiten Macht- und Freiheitskämpfen.
 
Föderalisten und Unitarier, Humanisten und Monarchisten, Katholiken und Reformierte, obere und untere Gesellschaftsschichten sowie Stadt- und Landkantone befanden sich in einem fortwährenden Streit. Mit ihrem Einmarsch setzten die französischen Truppen 1798 dem Ganzen ein Ende und lösten mit der Gründung der Helvetischen Republik die alte Eidgenossenschaft ab.
 
Die Republik bestand jedoch nur gerade während fünf Jahren und war geprägt von mehreren Auseinandersetzungen. Im Stecklikrieg, bei dem es auch zu einem Gefecht in Faoug bei Murten kam, wurde schliesslich die helvetische Zentralmacht durch die Föderalisten gestürzt.
 
Mit ihrem erneuten Einmarsch machten die französischen Truppen die Ergebnisse des Aufstands wieder rückgängig. Napoleon Bonaparte machte daraufhin in der von ihm diktierten Mediationsakte Zugeständnisse an die Gegner der Helvetik und gab den Einheitsstaat zugunsten einer föderalistisch strukturierten Schweiz auf.
 
Die Helvetik war eine sehr entscheidende und wichtige Zeit in der Geschichte der Schweiz. Bis dahin fest verankerte Machtverhältnisse und soziale Hierarchien wurden überworfen sowie alt eingesessene Vorstellungen und Geschichtsbilder gesprengt.
 
Dadurch konnten Ideen und Energien freigesetzt werden, die weit in die Zukunft wiesen und die Grundsteine unseres heutigen Bundesstaates legten. Zudem wurden mit Waadt, Aargau, Thurgau, St. Gallen, Graubünden und Tessin sechs Gebiete zu neuen Kantonen ernannt, was die Schweiz auf 19 souveräne Kantone wachsen liess.
 
Quelle: Historisches Lexikon der Schweiz, www. hls.ch / Bild: Zentralbibliothek Zürich, Die Karte der Helvetischen Republik 
 
 

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