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Wasserschloss Schweiz

In der Schweiz steht uns Wasser in bester Qualität und im Überfluss zur Verfügung. Es ist wichtig dieses Gut zu erhalten, vernünftig zu verwenden und zu schützen.

Der Wasserkreislauf 

 Grafik: www.trinkwasser.ch

Angetrieben durch die Sonne
Der globale Wassekreislauf wird also durch die Wärme verbrauchende Verdunstung, die Wärme freisetzende Kondensation des Wasserdampfes und der Niederschläge angetrieben. Auf dem Festland wird der Wasserkreislauf durch den unter- und oberirdischen Abfluss, die Rücklage (Bodenfeuchte, Eis, Seen) und den Verbrauch (Organismen, Mineralien) ergänzt.

Nur 0.77 % des Gesamtwassers nehmen am Wasserkreislauf teil. Der grosse Rest bleibt in den Reservoiren (Ozeane, Eiskappen) gebunden.

Der Wasserkreislauf regelt den Energiehaushalt der Erde. Wärmeenergie wird durch Wassermoleküle von den intensiv sonnenbestrahlten Zonen in die höheren geografischen Breiten verfrachtet. Mit dem Wasser werden auch gelöste Stoffe oder kleine feste Feinpartikel transportiert.

Verdunstung
Durch die Sonneneinstrahlung verdunstet Wasser aus Seen, Flüssen, Meeren, Pflanzen und Schnee in die Atmosphäre. Durch die Verdunstung wird der Umwelt Wärme entzogen. Als kleinste Wasserteilchen oder Wasserdampf verteilen sie sich in der Atmosphäre und werden von Winden verfrachtet.

Kondensation Unter bestimmten Umständen kondensiert der Wasserdampf zu kleinen Eiskristallen oder Wassertröpfchen. Wenn diese genug gross sind, fallen sie aus demSchwebeztustand in Nebel oder Wolken als Niederschlag zur Erde zurück. Bei der Kondensation wird gespeicherte Wärme wieder frei.

Abfluss
Der Niederschlag kann entweder als Schnee, Eis oder in Seen lagern oder versickern oder bei Gefälle abfliessen. Versickert das Wasser, so kann es unterirdisch auf einer Wasser undurchlässigen Schicht abfliessen. Es bildet und reichert das Grundwasser an.

Ein Teil des Niederschlagwassers wird von der Pflanzen- und Humusdecke aufgenommen und kann auch wieder verdunsten. Nur 11 % der Niederschläge über Land stammen aus der Verdunstung vom Festland. Der grösste Teil wird den Kontinenten aus dem Wasserdampfüberschuss über den Ozeanen zugeführt.

Die Niederschlagsverteilung ist für die Ausbildung der Vegetation und des Klimas von zentraler Bedeutung. Quelle: dtv Atlas der Ökologie

Wasser in der Schweiz - keine Selbstverständlichkeit

Mit ihren 1'500 Seen, ihren unzähligen Bächen und Flüssen sowie ihren Gletschern verfügt die Schweiz über einen überaus wertvollen Vorrat an Süsswasser. Für diesen Reichtum gibt es jedoch keine unbeschränkte Garantie. Der übermässige Wasserkonsum und die Klimaerwärmung, die u.a. zum Schmelzen der Gletscher führt, kann die langfristige Versorgung mit sauberem Trinkwasser gefährden.

Wasser ist bekanntlich lebensnotwendig. In jeder Körperzelle laufen wichtige Stoffwechselreaktionen ab, die ohne Wasser nicht möglich wären. Wenn der Körper also nicht regelmässig mit Wasser versorgt wird, hört er ziemlich bald auf zu funktionieren.

Die Schweiz gilt als Wasserreservoir Europas, ist also in der glücklichen Lage, über ausreichende Wasservorkommen zu verfügen. Dass sauberes Trinkwasser aus unseren Wasserhähnen fliesst, ist jedoch keineswegs selbstverständlich: rund 3000 Wasserversorgungs-Stellen sind dafür zuständig, dass wir jederzeit Zugang zu Trinkwasser haben. Jährlich werden über eine Milliarde Kubikmeter Trinkwasser bereitgestellt, was etwa zwei Prozent der schweizerischen Niederschlagsmenge entspricht.

In der Schweiz werden durchschnittlich jeden Tag 400 Liter Trinkwasser pro Einwohner/-in verbraucht. Das Trinkwasser setzt sich aus Grund-, Quell- und Seewasser zusammen. Die Kosten für die Bereitstellung des Trinkwassers (u.a. Löhne, Material, Mieten, Versicherungen, Unterhaltsaufwand) betragen jährlich rund 1,2 Milliarden Franken.

Schutz der Gewässer
Damit die Versorgung mit Trinkwasser gesichert werden kann, ist in den vergangenen Jahrzehnten sehr viel in den Gewässerschutz investiert worden. Hunderte von Kläranlagen reinigen die Abwässer aus Haushalten und Industriebetrieben und verhindern so - wenigsten zu einem grossen Teil - eine Verschmutzung der Gewässer.

Eine Gefahr für unsere Gewässer droht jedoch von verschiedenen so genannten synthetisch chemischen Stoffen (z. B. aus Pflanzenschutzmitteln und Medikamenten), die in Kläranlagen kaum abbaubar sind und bereits in geringen Mengen Organismen schädigen können.

In dieser Beziehung ist die Forschung gefragt: es gilt herauszufinden, welche Stoffe am Gefährlichsten sind und diese möglichst sparsam einzusetzen. Letzteres gilt natürlich auch für die Konsumentinnen und Konsumenten, also für uns alle.

Der beste Gewässerschutz ist und bleibt ein möglichst sparsamer Umgang mit Wasser und der Einsatz von möglichst wenig umweltbelastenden Stoffen.

Suonen
Auch wenn die Schweiz im Allgemeinenen über genügend Wasser verfügt, gibt es doch Gebiete, in denen es manchmal knapp wird. So wurden auf dem Gebiet des heutigen Kanton Wallis vor mehreren Hundert Jahren künstliche Kanäle gebaut, damit das Wasser auf die Felder umgeleitet werden konnte.

Im Mittelalter waren rund 20'000 Kilometer dieser so genannten "Suonen" in Gebrauch, zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren es noch deren 2000. Im günstigsten Fall konnten die Walliser natürliche Kanäle für die Bewässerung ihrer Felder ausnützen oder einfach Gräben bauen, um das Wasser umzuleiten. Im Extremfall riskierten sie ihr Leben, um entlang den Felswänden Kanalsysteme aus Holz zu bauen.

Links zum Thema Wasser:

EAWAG : Eidg. Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz

Helvetas : Trinkwasser - Fallstudien

"Heilige Wasser" : Suonen im Wallis und Wasserfuhren in anderen Länder

Text: swissworld.com

   
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