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In Schwenden, der obersten Teilgemeinde des Diemtigtales, unweit des Kurhauses Grimmialp, liegt die Alp Nydegg.

Einmal, mitten im Winter, als tiefer Schnee auf den Alpen lag, fütterte ein Mann aus Schwenden dort das Vieh. Jeden Abend, wenn er zum Tor der Alp kam, stand dieses offen, obschon er ganz sicher war, es am Morgen geschlossen zu haben und auch, dass zu dieser Jahreszeit niemand anders diesen Weg ging.

Von dem Tor an lief ihm jeweils ein Hund voraus bis zum Stall, wo er dann augenblicklich wieder verschwand. Dies geschah regelmässig so bis in den Frühling hinein. Als das Vieh auf die Weide gelassen wurde, lief es zum Ärger des Älplers immer durch das offene Tor.

Da macht sicher der Mann eines Morgens auf und begab sich zum Pfarrer von Diemtigen, um ihm die Angelegenheit vorzubringen. Nach einer Weile sagte der Geistliche: „Das nächste Mal, wenn Dir der Hund begegnet, so sage: „Danke schön!“, und wenn der Hund etwas spricht, so lass ihm das letzte Wort nicht.“

Am folgenden Abend erschien der Hund wieder. „Danke schön“, sprach der Senn. Da löste sich die Zunge des Hundes: „Hundert Jahre habe ich nun auf dieses „Dankeschön“ warten müssen. Nun endlich bin ich erlöst.

Der Hund redete in einem fort, bis sie zum Stall kamen. Der Mann aber murmelte die ganze Zeit: „Gott bhüet mi, Gott bhüet mi“, um ja das letzte Wort nicht zur verlieren.

Von da an war das Tier auf ewig verschwunden, und das Tor blieb geschlossen.

Quelle: Aufbereitet von Hanspeter Roth und Niklaus Maurer im Buch „Orte des Grauens in der Schweiz“. ISBN 978-03800-253-6 / Bild:www.diemtigtal.ch

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