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Erster Bundesrat 1848

Bei der Schaffung des Bundesrates dienten das französische Direktorium der Revolutionszeit und antike griechische Behörden (Archonten) als Vorbild.

Die Schweiz ist das einzige Land der Welt, welches dieses System angepasst und anstelle eines Westminster-Systems oder eines präsidentiellen Regierungssystems als Regierungsform übernommen hat. Es stellt somit politikwissenschaftlich ein Direktorialsystem dar.

Vorgeschichte Kurzform: Die Gründung des Bundesstaates (1848–52)

Der Sonderbundskrieg endete mit einem Sieg der radikal-liberalen Kantone. Das drohende Eingreifen der europäischen Grossmächte wurde verhindert, weil 1848 in fast ganz Europa liberal-nationale Revolutionen ausbrachen.

Diese wurden von den militärisch überlegenen Herrschern allerdings niedergeworfen. Inmitten dieser Kämpfe gab sich die Schweiz eine neue, liberale bundesstaatliche Ordnung.

Ungestört von den Kämpfen in ganz Europa arbeitete die Tagsatzung zwischen Februar und Juni 1848 die neue Bundesverfassung aus. Sie bildet bis heute die Grundlage des schweizerischen Bundesstaates.

Die Bundesverfassung von 1848 sicherte jedem Bürger die wichtigsten Freiheitsrechte. Diese waren allerdings schon in den meisten Kantonsverfassungen enthalten.

Weitreichende Folgen hatten die Niederlassungs- und die Glaubensfreiheit, die nun in der ganzen Eidgenossenschaft galten. Jetzt konnte ein Schweizer ohne weiteres seinen Heimatkanton verlassen und anderswo ansässig werden. Er konnte dabei Katholik bleiben, auch wenn er sich in einem protestantischen Gebiet niederliess; dasselbe galt umgekehrt für die Protestanten.

Allmählich setzte daher eine Wanderbewegung vom Berg ins Tal, vom Land in die Stadt, von rein bäuerlichen Gegenden in schon industrialisierte Regionen ein. Dies führte auch zu einer geographischen Vermischung der Konfessionen. So gibt es heute in den wirtschaftlich entwickelteren Gebieten keine rein protestantischen oder rein katholischen Ortschaften mehr.

Der erste Bundesratsgremium im heutigen Sinn, wurde am 16. Novemer 1848 gewählt. Es waren die Herren:  Friedrich Frey-Herosé, Martin Munzinger, Jonas Furrer, Daniel-Henri Druey, Wilhelm Matthias Naeff, Stefano Franscini, Ulrich Ochsenbein

Liste aller Bundesräte ab 18148

Repertorium der Bundesversammlung

Auszug aus "Repertorium über die Verhandlungen der Bundesversammlung der schweizerischen Eidgenossenschaft, Band I, 1848-1874"

"Von den gewählten Bundesräten sprachen nicht alle sofort ihre Wahlannahme aus, sondern an verschiedenen Tagen zwischen dem 16. und 22. November. Einige verlangten Bedenkzeit, so Furrer u. Ochsenbern bis zur Erledigung der Frage des Bundessitzes."

Viele weitere interessante Informationen und manchmal auch etwas zum Schmunzel aus alter Zeit.

Quellen: Geschichte der Schweiz, Schwabe Verlag, Basel / www.admin.ch / wikipedia / Bild: admin.ch

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