Nicolas-Théodore de Saussure

Geboren am 14.10.1767 Genf, wo er nach reicherfülltem Leben am 18.4.1845 Genf verstarb. Er war der Sohn des Horace Bénédict de Saussure und ein grosser Schweizer Naturforscher. Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „N.T.Sauss.“.

Nicolas studierte 1782-86 an der Akademie von Genf und bei seinem Vater, dem er bei dessen Experimenten beistand.

Während der Genfer Revolution reiste er nach England und vertiefte dort 1793-94 seine Kenntnisse der Chemie. Später beschäftigte er sich mit dem Stoffwechsel der Pflanzen.

Zwei Artikel über die Kohlensäurebildung in Pflanzengeweben (1797) und die Bedeutung der Bodenmineralien und -salze (1800) sowie seine "Recherches chimiques sur la végétation" (1804) begründeten seinen Ruhm als Pionier der Pflanzenchemie.

1802-35 war de Saussure Honorarprofessor für Mineralogie und Geologie an der Akademie von Genf, unterrichtete aber wenig, sondern widmete sich vorzugsweise seinen Forschungen über die Zusammensetzung des Alkohols und die Kohlensäure und ab 1808 über die biochemischen Prozesse.

Resultate waren Veröffentlichungen über die Stärke (1814 und 1819), die Reifung von Früchten und Blumen (1821 und 1822) sowie die Keimung von Getreide (1833). Zudem verglich er die Keimungs- und Gärungsvorgänge miteinander (1833).

Seine Abhandlung über die Alkoholgärung (1841) wurde von Louis Pasteur hoch geschätzt. De Saussure war Mitglied der wichtigsten Akademien und wissenschaftlichen Vereinigungen Europas und wurde als Naturforscher zu einer weltbekannten Autorität auf dem Gebiet der organischen Chemie.

weitere Informationen: Chemische Untersuchungen über die Vegetation. 1890 Digitalisierte Ausgabe der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf

Quelle: Historisches Lexikon der Schweiz, www.hls.ch / Bild: wikipedia.ch

 

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