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Postdienst um 1915

Der Aktivdienst stellte an die Soldaten und die Bevölkerung grosse Anforderungen. Durchschnittlich leisteten die Wehrmänner 500 Tage Dienst bei geringem Sold und fehlender Verdienstausfallentschädigung.

Die prekäre Versorgungslage, die Verknappung und Verteuerung der Lebensmittel und Verbrauchsgüter, die sehr spät angesetzte Rationierung und die steigende Arbeitslosigkeit stürzten viele Wehrmänner und ihre Familien in die Armut.Der Führungsstil vieler Offiziere und Unteroffiziere führte bald zu einer verbreiteten Dienstverdrossenheit, da sie den Dienstbetrieb nur selten menschenorientiert, aufgabenbezogen und situationsgerecht gestalteten.

Ein häufiger Grund der Unzufriedenheit bildete die Ausbildungsmethode des Drills. Die Militärjustiz urteilte in über 21'000 Fällen. Während des Aktivdienstes kamen rund 4'200 Soldaten durch Unfälle und Krankheiten ums Leben.

Die Grippe forderte bei Kriegsende das Leben von rund 3'000 Wehrmännern. Die Armee leistete Millionen von Arbeitsstunden zugunsten der Zivilbevölkerung (Strassenbau, Hilfe bei Feldarbeiten, Legen von Telefonverbindungen, Katastrophenhilfe usw.).

Der Vortragsdienst der Armee organisierte Unterhaltungs- und Informationsanlässe aller Art. Hanns In der Gand und andere förderten das
Soldatenlied, und die Militärspiele bildeten oft die Brücke zwischen Bevölkerung und Armee. Eine neu geschaffene Militärbibliothek verlieh Bücher, und mehr als 1'000 Soldatenstuben und einige Soldatenhäuser, von Frauen und vom Christlichen Verein Junger Männer geführt, halfen den Soldaten, ihre Freizeit sinnvoll zu gestalten.

Quelle: Historisches Lexikon der Schweiz, www.hls.ch / Aufbereitet von schweizinfo.ch / Bildquelle: www.alt-zueri.ch / Schweizer Feldpostgeschichte: Erste Bewaehrung: der Feldpostdienst waehrend der Grenzbesetzung von 1914 bis 1918

 

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