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Deutsche und schweizerische Offiziere an der Grenze

Als der deutsche Generalstab in den Jahren vor 1914 den so genannten Schlieffen-bzw. Moltkeplan ausarbeitete, der eine Umfassung der französichen Armee vorsah, wurde in Erwägung gezogen, anstatt durch das neutrale Belgien durch die Schweiz zu marschieren.  

Er verwarf diesen Plan jedoch aus militärgeografischen, operativen und polititisch-kulturellen Gründen. Im Winter 1915-16 löste das französische Oberkommando den Plan "H" (Hélvetie) nicht aus.

Dieser Plan hätte vorgesehen, südlich der im Abnützungskampf erstarrten Front durch die Schweiz gegen Deutschland vorzugehen. Die gleichzeitige innenpolitische Krise durch die Obersten-Affäre hatte die Versuchung bei einzelnen Planern der Entente verstärkt. Der deutsche Angriff auf Verdun 1916 und Joseph Joffres Entscheid zur Sommeroffensive an der Somme verdrängten diese Angriffsoption.

Das französische Oberkommando suchte nun mehrere Male Kontakt zu Sprecher von Bernegg, um im Eventualfall eines deutschen Angriffs durch die Schweiz besser vorbereitet zu sein. Weder von Seiten Italiens, noch von Seiten Deutschlands oder Österreich-Ungarns sind bisher vergleichbare

Planungen gefunden worden. Die amerikanische Drohungen zur militärischen Intervention im Falle eines kommunistischen Umsturzes im November 1918 erübrigten sich nach dem raschen Ende des Landesstreiks und der Abwendung der politischen Destabilisierung der Schweiz.

Quelle: Historisches Lexikon der Schweiz, www.hls.ch / Aufbereitet von schweizinfo.ch / Bildquelle: Kanton Aargau, Deutsche und schweizerische Offiziere an der Grenze beim Stützpunkt 395 Biel-Benken, 14. Nov. 1914

 

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