Abstimmungen  

 

   

Kooperationen  

Webliste Schweiz
   
   

Newsletter  

   

Schlacht bei Näfels Spiezer Chronik

Die Schlacht bei Näfels fand am Donnerstag, 9. April 1388 statt. Sie war die letzte Schlacht des Konfliktes zwischen den Habsburgern und den Eidgenossen.

Der Näfelser Krieg ist die mittlere Phase des eidgenössischen-österreichischen Konflikts, der zwischen 1386 und 1393 an verschiedenen Schauplätzen ausgetragen wurde.

Er wurde ausgelöst durch den österreichischen Überfall auf das von den Glarnern und Eidgenossen ab 1386 besetzte Städtchen Weesen. Von hier aus erfolgte am 9.4.1388 der Hauptangriff gegen das als abtrünnig geltende Glarnerland. Etwa 5'000 Mann unter der Führung von Donat von Toggenburg und Ritter Peter von Thorberg durchbrachen die Letzi von Näfels.

Eine zweite Kolonne mit 1'500 Mann rückte unter Hans von Werdenberg-Sargans über den Kerenzerberg vor. Die etwa 400 Glarner, verstärkt durch einige Dutzend Schwyzer und Urner, zogen sich von der Letzi an die westlliche Talflanke zurück und griffen von hier aus, begünstigt durch Nebel und Schneetreiben, das plündernde Ritterheer an.

Nach einer kurzen Entscheidungsschlacht verfolgten die Glarner die fliehenden Gegner, die beim Zusammenbruch der Brücke bei Weesen in grosser Zahl in der Maag ertranken. Die zweite anrückende Kolonne kehrte in Beglingen (Gem. Mollis) beim Anblick der Niederlage unverrichteter Dinge um.

Die 54 gefallenen Glarner und Eidgenossen wurden in der Pfarrkirche Mollis bestattet. Auf der Gegenseite werden die Toten auf einige hundert Mann geschätzt. Am 29.11.1389 grub Abt Bilgeri von Rüti etwa 180 Gefallene aus der ungeweihten Erde vor der Letzi aus und überführte sie ins Kloster Rüti.

Die Glarner fassten ihren Sieg, errungen mit Hilfe ihres Landespatrons Fridolin, als Gottesurteil auf. Sie gedachten ihrer Gefallenen in einer Schlachtjahrzeit und errichteten schon 1389 im Sendlen eine Landeskapelle.

Daraus entwickelte sich die Näfelser Fahrt, die bis heute jedes Jahr in der Regel am ersten Donnerstag im April als Totengedächtnis und Schlachtfeier mit prozessionsartiger Wallfahrt begangen wird. Die Fahrt spielte eine wichtige Rolle bei der Ausbildung des glarner. Gemeinwesens und Nationalbewusstseins.

Im Bild: Unter dem Sturmlauf der Glarner bricht das habsburgische Heer auseinander, zahlreiche Kämpfer ertrinken im Fluss Linth.

weitere Informationen: Die Näfelser Fahrt

Quelle: Historisches Lexikon der Schweiz, HLS / Aufbereitet von schweizinfo.ch /  Bildquelle: Darstellung der Schlacht bei Näfels am 9. April 1388 in der Spiezer Chronik.

Melden Sie sich an um einen Kommentar zu schreiben.

   
weatherBoxx - der Wetterdatenserver
   

Ge|zwit|scher  

   
© 2014-2017 schweizinfo